Function
Mit Hilfe von Funktionen kann ein großes Scripts in einfache, übersichtliche
Blöcke aufgebrochen werden. Funktionen werden wie normale Kommandos aufgerufen
und werden im Environment des aufrufenden Scripts ausgeführt.
Funktionen müssen bei der bash im Script enthalten sein.
Die ksh (Korne-shell) erlaubt es Funktionen, analog zu einer dynamischen Linklibrary,
erst beim Aufruf zu laden. Warum die bash diese nützliche Funktion nicht übernommen
hat, wissen die Götter. Damit ist es möglich, häufig verwendete Funktionen zentral
für alle Scripts zu verwalten und zu pflegen. Über eine Variable FPATH werden die
Funktionen gesucht.
Eine Funktion wird definiert durch :
function name
{
Anweisungen der Function
[ return [n] ] # Achtung: exit beendet das script
}
Eine Function muß definiert oder deklariert sein, bevor darauf zugegriffen werden kann.
Eine Funktion kann durch den preset alias functions [name] deklariert werden
Eine Deklaration kann erfolgen durch
typeset f[txu] name [name] ...
f Funktionsnamen anzeigen oder Attribute setzen -
bzw löschen +
t xtrace Option für die Funktion setzen - oder löschen +
x Die Funktion soll bei shell-scripts erhalten bleiben, die
die ksh nicht separat aufrufen
u name bezieht sich auf eine Funktion die bisher noch nicht
definiert ist (autoload).
oder (ksh only) autoload name [name] ...
Funktionsnamen und Funktionsdefinitionen werden nicht automatisch vererbt:
wenn die ksh interaktiv separat aufgerufen wird, muß die Funktion
in der Environmentfile definiert werden.
wenn ein Script aufgerufen wird, werden Funktionen in der Environmetfile
nicht automatisch vererbt. Damit eine Funktion vererbt wird, muß sie in der
Environmentfile definiert und mit typeset -xf name exportiert werden.
Achtung: In der .profile sollte dann die Bearbeitung der .envfile nicht
unterbunden werden.
ksh only
Funktionen können in einer separaten Datei abgelegt sein, die erst bei der ersten
Ausführung der Funktion in das Environment geladen wird.
Im aufgerufenen Script muß die Funktion (vor der Verwendung) als autoload deklariert
werden (autoload ist ein preset alias für typeset -fu )
Die Environmentvariable FPATH muß einen Pfad zum Verzeichnis der Funktionen enthalten.
Werden mehrere Pfade angegeben, so ist der Pathstring wie bei PATH durch : zu trennen
FPATH=/usr/local/func_lib
Jede Funktion hat eigene positional Parameter
$ cat ~/unix/ksh/func_ex
#! /bin/ksh
: ${FPATH:=/usr/local/func_lib}
autoload kopf cont
kopf " <<<<< Function-Beispiel >>>>> "
print "FPATH=$FPATH \n"
ps -fu $(logname)
cont
pg -e $0 # ählich wie less
$ cat /usr/local/func_lib/cont
cont () {
typeset -u dummy
read dummy?"Fortsetzung durch "
if [ "${dummy}" = "Q" ]
then
exit $OK
fi
echo "${CUUP}${CLR_EOS}\c"
}
$ cat /usr/local/func_lib/kopf
kopf () {
typeset -i len # Integer
typeset -LZ p # Linksbündig aufüllen mit leading Zeros
len=${#1}
rev=${REV:-$(tput rev)} # wenn nicht definiert, dann setzen
norm=${NORM:-$(tput sgr0)}
clr_eol=${CLR_EOL:-$(tput el)}
((p=(48-len) / 2 + 17)) # Mittig ausrichten
clear;
print ${rev}${clr_eol}Datum : $(date '+%d.%m.%y') $(tput cup 0 $p) $1\
$(tput cup 0 64) Uhrzeit : $(date '+%H:%M')$norm
}
function pos
{ print $(tput cup $1 $2)"\c"
}
sollte in bash und ksh funktionieren
function prompt_jn # erwartet J/N Antwort
{ # akzeptiert -x +x für Debug
# !cmd
# typeset -l cmd # lower-case (ksh only)
while true
do echo -n $1 "?"
read -r cmd || return 1
case $cmd in
y|Y|yes|Yes) return 0;;
j|J|ja|Ja) return 0;;
[nN]) return 1;;
+x|-x) set $cmd;; # Toggle x (Debug)
!*) eval ${cmd:#!};; # beliebiges shell-cmd ausführen
*) print "Bitte J oder N antworten ";;
esac
done
}
cont () {
CUUP=`tput cuu1` # Cursor up 1 Line
CLR_EOL=`tput el` # clear to end of line
echo -n "Fortsetzung durch "
read dummy
if [ "${dummy}" = "Q" ]
then
exit $OK # OK sollte im rufenden script definiert und exportiert sein
fi
echo -n "${CUUP}${CLR_EOS}"
}