Annuität

Eingabewerte sind :
k = Kapital 		runde Werte verwenden
z = Zinsatz		z.B.  7.25
l  = Laufzeit 		volle Jahre   <= 33
r  = Raten/Jahr	     12, 6, 4, 2, 1

Die Formel dafür lautet:  
                            Q   -  1
 a =   k * Qlr  * ----------------
		          Qlr   -  1

Der Aufzinsungsfaktor Q wird wie folgt berechnet :

	           z
  Q = 1 +   ---------
		 100 * r

Annuität    Kapital     Auszahlung  Zinssatz   Laufzeit   Raten        Annuität      Gesamtzahlung
                                                in Jahren   pro Jahr
 €   %   %             €   € 


Rate       Restkapital      Zinsen      Tilgung     Summe-Zinsen Summe-Tilgung Gesamtzahlung


Damnum

Damnum ist der Oberbegriff für das Darlehensauf- und Darlehensabgeld und ergibt sich aus der Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und Auszahlungsbetrag eines Kredites.
Wird somit ein Damnum als Darlehensaufgeld vereinbart, erhöht sich der Rückzahlungsbetrag um das Aufgeld. Als Darlehensabgeld vereinbart, verringert sich der Auszahlungsbetrag um das Abgeld. Das Damnum ist wie eine Zinszahlung zu behandeln. Unterschiedliche steuerliche Konsequenzen ergeben sich für den Darlehensgeber und für den Darlehensnehmer. Zudem ist bei der steuerrechtlichen Beurteilung des Damnum zu unterscheiden, ob es sich um einen privaten oder um einen betrieblichen Kredit handelt.

Damnum (betrieblich): Gewinnermittlung durch Betriebsvermögensvergleich: Für das Damnum, das bei Auszahlung des Kredites einbehalten wurde, ist ein Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. Dieser muss entsprechend der Darlehenslaufzeit aufgelöst werden. Beim Darlehensgeber ergibt sich ein Ertrag (Betriebseinnahme) und beim Darlehensnehmer dem entsprechend ein Aufwand (Betriebsausgabe).
Gewinnermittlung durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung: Beim Darlehensgeber ist das Damnum als Zinseinnahme den Betriebseinnahmen zuzurechnen. Die Einnahme ist bei Zufluss des Geldes zu erfassen. Beim Darlehennehmer liegt eine sofort abzugsfähige Betriebsausgabe vor, die entsprechend dem Abflussprinzip bei Verausgabung des Geldes zu erfassen ist. Wird mit dem Kredit ein Wirtschaftsgut erworben, gehört das Damnum nicht zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, sondern zu den Finanzierungskosten.

Damnum (privat): Der private Darlehensgeber hat das Damnum im Jahr des Zuflusses als Einkünfte aus Kapitalvermögen zu erfassen. Der private Darlehensnehmer kann das Damnum (Kreditzins) nur steuerlich absetzen, wenn es mit der Erzielung von Einkünften im Zusammenhang steht. Dies ist zum Beispiel gegeben, wenn mit diesem Kredit ein Haus zum Zweck der Vermietung erworben wird.


Disagio

Disagio ist der Differenzbetrag zwischen Darlehenssumme und Auszahlungssumme.
Ein Disagio von 5% bedeutet beispielsweise, dass von einem Kredit nur 95% ausgezahlt werden, aber 100% zurückgezahlt werden müssen. Bei einem Disagio handelt es sich um vorweggenommene Zinsen oder Kreditbearbeitungsgebühren. Für Selbstnutzer lohnt sich ein Disagio in der Regel nicht, da es keine steuerlichen Wirkungen entfalten kann. Im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung gehört es zu den Werbungskosten. Wenn vor Ablauf der Zinsbindungsdauer das Darlehen zurückbezahlt und damit das Disagio noch nicht verbraucht ist, führt die Rückvergütung dieses Disagioteils aber wieder zu einem zu versteuernden Einkommen.


Programm

Spielen Sie einfach mit dem Programm verschiedene Zinsen und Laufzeiten durch.
Wenn sie z.B. bei einem Kredit von 500.000,-- € ein Disagio von 10% haben, werden Ihnen nur 450.000,-- € ausgezahlt.
Staunen Sie, wie lange Sie zurückzahlen, bis das Disagio getilgt ist, Geld das Sie nicht bekommen haben.
Natürlich können steuerliche Aspekte eine Rolle spielen. Das sollten Sie aber genau überprüfen (lassen).

Probieren Sie unterschiedliche Laufzeiten bei ansonsten gleichen Konditionen. 30 Jahre, die Standardlaufzeit sind im heutigen Berufsleben eine lange Zeit. Es ist unter Umständen sinnvoller, sich 10 Jahre stark einzuschränken, um dann die restlichen 20 Jahre keine Kreditbelastung mehr zu haben.