Wenn die uns umgebenden Wassermassen selbst eine Bewegung (Strömung) haben,
wird sich diese Strömung auf den Weg über Grund auswirken, die unser Schiff zurücklegt.
Da im Küstenbereich diese Strömungen annährend bekannt sind, können wir sie bei der Schiffsführung berücksichtigen.
Wir können die Angaben darüber dem Gezeitenatlas oder den Seehandbuch entnehmen.
Beim Strom wird, im Gegensatz zum Wind , die Richtung angegeben in die der Strom setzt.
StR 30° besagt also, dass der Strom in Richtung 30° setzt.
Die Angabe der Stromstärke erfolgt in Knoten (Seemeilen/Stunde).
Ohne Antrieb würde unser Schiff also vom Ausgangspunkt A zum Punkt D getrieben werden.
Da unser Schiff aber eine Fahrt durchs Wasser FdW in Richtung AB ( KdW = 90°) macht, beinflussen sich beide Bewegungen.
Real wird unser Schiff den Weg AC zurücklegen, die FüG (Fahrt über Grund).
Die FüG ist die Diagonale aus dem Parallelogramm AB und AD.
Wie wird nun ein Stunden-Stromdreieck zeichnerisch ermittelt?
1.) Wir tragen die Kurs durchs Wasser von unserm Ausgangspunkt A als Richtungsvektor (im Beispiel 30°) in die Karte ein.
2. Wir nehmen die FdW in den Zirkel und ermitteln damit den Punkt B
3. Wir tragen am ermittelten Zielpunkt der Kurslinie die Stromrichtung StR in die Karte ein.
4. Wir nehmen die Stromgeschwindigkeit in den Zirkel, stechen bei B ein und ermitteln Punkt C
auf dem Stromvektor.
Wenn der Punkt C nicht für eine Stunde ermittelt werden soll, dann müssen die Distanzen für die FdW und StG berechnet werden.
FdW * min FdWx = ----------------- Analog für StG
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